Am Schiffbauerdamm, ein paar Schritte vom Berliner Ensemble, steht ein efeuüberwachsener Altbau direkt an der Spree.
Drinnen brasserieartig eingedeckte Tische, an den Wänden Gemälde von Otto Dix. Der Name ist Programm: Bertolt Brecht, dessen Wirkungsstätte gleich nebenan lag, war bekennender Fleischliebhaber. Brechts unterhält eine eigene Zerlegeküche und reift ganze Rinder im Haus selbst dry-aged — eine Praxis, die in Berlin kaum noch jemand betreibt. Küchenchef Enrico Wirth hält die Karte breiter als der Steakhaus-Reflex erwarten lässt. Bühne fürs Haus-Können: die Dry-Aged-Experience für zwei, 400 Gramm pro Person, am Tisch tranchiert.







