Pizza in Berlin: Luftiger Rand oder lieber ein Slice?

W Pizza Berlin

Sauerteig und Büffel-Softeis bei Gazzo, vegane Pizza bei GEMELLO, Hanf im Teig bei W Pizza, ein Pepperoni-Slice an der Torstraße. Fünf Pizzerien, fünf verschiedene Pizzen.

Sauerteig mit Büffelmozzarella aus Brandenburg, ein Teig mit Hanf, ein Stück Pepperoni über den Tresen: Die fünf Pizzerien hier backen fünf verschiedene Pizzen. Welche du willst, hängt davon ab, ob du sitzen bleiben willst.

Gazzo – Sauerteig, bevor es alle machten

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Gazzo backt seit 2018 an der Hobrechtstraße mit Sauerteig. Der Mutterteig wird jeden Tag mit Mehl gefüttert, das Ziel ist eine milde Säure mit nussigen Noten. Die Pizza geht bei 400 Grad in den Ofen und kommt fluffig mit knusprigem Rand heraus. Gazzo nennt das selbst „nicht traditionell“. Der Büffelmozzarella kommt von einem Hof in Brandenburg, auf dem italienische Büffel weiden.

Am besten ist die Nummer 9 mit scharfer Spianata Calabrese, Büffel-Burrata und Pimientos de Padrón. Für den Rand gibt es Dips, zum Beispiel Parmesancreme, und zum Schluss das Softeis aus Büffelmilch aus Nordfriesland, mit Olivenöl, Meersalz und Shortbread von Katie’s Blue Cat.

GEMELLO – vegan, ohne es zu betonen

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Stefan Kugler war Ingenieur, bevor er mit Pizzapartys zu Hause anfing. Seit September 2024 backt er mit Idan Gilony an der Lettestraße am Helmholtzplatz, alles pflanzlich, Mozzarella und Ricotta macht die Küche selbst. Die Beläge gehen weit über Tomate und Ersatzkäse hinaus: Die Boy kommt mit Algen, Oliven, Kapern und wildem Oregano, die P.Berg mit Kartoffeln, in Ahornsirup gerösteten Zwiebeln und Trüffelöl, die Noma mit Maronencreme, Pilzen und Mandeln. Der Nano Plate bringt drei Pizzen im Kleinformat, dazu Pickles und Dips. Unter der Woche ist ab 17 Uhr offen.

The Grain – wo der Rand die Hauptsache ist

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Sarah und Musa sind mehrmals nach Neapel gereist und haben danach in der Gleimstraße ihre eigene Pizza entwickelt. Sie nennen sie zeitgenössisch: Mit den richtigen Mehlen nimmt der Teig mehr Wasser auf und wird leichter, der Rand geht hoch und bleibt luftig. Ein Stück vom Rand isst man pur, bevor man zur Mitte kommt, erst dann merkt man, worum es hier geht. Vorweg gibt es Burrata oder Feigensalat zum Teilen. Reserviert wird telefonisch, geöffnet ist mittwochs und freitags bis sonntags.

Slice Society – New York nach dem Stück

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Alex und Marcus verkaufen seit 2024 an der Torstraße Pizza nach New Yorker Art: dünn, knusprig, zum Falten, direkt über den Tresen. Der Teig gärt 48 Stunden kalt. Die Pepperoni haben sie mit einem Metzger aus der Region entwickelt. Den Hot Honey gibt es inzwischen in Flaschen, gemacht in kleinen Chargen in Berlin. Das Stück Pepperoni mit Hot Honey ist der Klassiker des Ladens, ohne Fleisch gibt es die Tomato Garlic mit Knoblauchbutter-Bröseln und Chiliöl.

W Pizza Mitte – Hanf im Teig

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Das W steht für „Weed and Wheat“. Łukasz Sołowiej, der vorher Zola gegründet hat, backt mit Hanf im Mehl, daher der grünliche Schimmer im Teig. Eine Version nur mit Weizen gibt es auch. Die Filiale an der Ecke Chaussee- und Invalidenstraße hat lange Stehtische, an denen auch große Gruppen Platz finden. Herausragend ist die Turkish Delight mit Paprika-Tomatensoße, Sucuk, Ei und Chiliöl.

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