In der Grunewaldstraße steht ein schmales Bistro, dessen Karte sich wie eine Weinliste liest — nur dass die Jahrgänge auf Dosen stehen.
Rund hundert Sorten Sardinen, Makrelen und Thunfisch reihen sich hinter dem Tresen und an den Wänden. Frisch geöffnet kommt die Dose auf ein längliches Holzbrett, das per Magnet das Verrutschen verhindert, daneben Baguette und ein knackiger Salat als Gaumenreiniger. Jahrgangssardinen reifen monatelang in kaltgepresstem Olivenöl mit Dill, Zitrone und Koriander. Die Weinkarte zieht nach Portugal, gefischt wird ausschließlich im Atlantik. Drinnen: nackter Putz, Holztische, gedämpftes Licht.







