Die Paris Bar in der Kantstraße ist die West-Berliner Adresse, an der das Essen Nebensache ist und der Raum die Hauptrolle spielt.
Französische Brasserie-Klassiker auf anständigem Niveau, dünne knusprige Pommes — die Karte hält den Laden zusammen, aber niemand kommt nur wegen der Karte. Man kommt, weil Maler, Schauspieler und Mode-Leute aufeinandertreffen. Die Wände hängen voll mit Gemälden der Stammgäste — der Raum ist eher Galerie als Restaurant. Am Tresen jemand in Schwarz mit Zigarre, im Saal Szene-Größen neben Charlottenburger Bürgertum — eine Institution, die aus dem Gastro-Gedächtnis Berlins nicht wegzudenken ist.







