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Die besten Donuts in Berlin – und wo du sie findest

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Die besten Donuts in Berlin – und wo du sie findest

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Den Donut kennt man, lange bevor man ihn je gegessen hat. Homer Simpson hat ihn zur Ikone gemacht. Seit Jahrzehnten klebt ihm der rosafarbene Donut mit Streuseln förmlich an den Fingern – mehr Symbol als Snack, ein Stück Popkultur, das sofort ein Bild im Kopf auslöst.

Und dann ist da noch das Klischee vom Donut liebenden amerikanischen Polizisten, das tatsächlich einen realen Ursprung hat: In den 1950er-Jahren waren Donut-Shops oft die einzigen Läden in den USA, die nachts geöffnet hatten. Irgendwo musste der Nachtdienst schließlich hin – und so entstand ein Bild, das sich bis heute hält.

Nach Berlin kam der Donut 1999 mit Dunkin' Donuts. Meistens am Bahnhof, zwischen zwei Zügen, für Menschen, die gerade keine bessere Idee hatten. Das war okay. Wirklich aufregend war es nicht.

Brammibal's - der Wendepunkt

2015 fingen Bram und Jessica in ihrer Privatküche an. Der Plan: endlich gute Donuts nach Berlin bringen - und das komplett vegan, ohne dass man das beim ersten Bissen bereut. Nach einem Jahr auf Märkten und Pop-ups eröffneten sie im Mai 2016 Europas ersten rein veganen Donut-Shop, am Maybachufer in Neukölln.

Was dann kam, hat vermutlich niemand so erwartet. Die Schlangen vor dem Laden waren lang, Wartezeiten von einer Stunde keine Seltenheit - für einen Donut. Man muss das kurz sacken lassen: eine Stunde anstehen, für Teig mit Glasur. Und es war es wert. Kein Fertigmix, täglich frisch, alles selbst gemacht - man schmeckt den Unterschied. Inzwischen gibt es mehrere Filialen in Berlin und Hamburg. Das Niveau ist geblieben. Die Schlangen sind kürzer geworden.

Atelier Dough - Handwerk, ernst genommen

In der Glogauer Straße in Kreuzberg ist das Atelier Dough eine ruhigere Angelegenheit. Kleines Café, helles Holz, und eine gläserne Backstube direkt im Raum - man sieht dem Team beim Backen zu, was den Besuch zu etwas Besonderem macht.

Alles aus Bio-Zutaten, handgemacht, täglich frisch. Das Angebot ist bewusst klein, und wer zu spät kommt, geht leer aus - was kein Trick ist, sondern die logische Konsequenz davon, nichts von gestern zu verkaufen. Der Crème-brûlée-Donut mit karamellisierter Zuckerkruste ist mein Favorit. Kaum ein anderes Gebäck vereint Kontrast und Handwerk so präzise – außen knusprig, innen cremig, gerade komplex genug, um im Gedächtnis zu bleiben.

Fazit:

Berlin hat den Donut nicht erfunden. Aber die Stadt hat inzwischen Läden, die zeigen, was wirklich in ihm steckt. Homer Simpson weiß das seit 1989. Manche Erkenntnisse brauchen eben etwas länger, bis sie in Deutschland ankommen.