Berlin auf Japanisch: Nigiri, Glut und Ramen

SAN

Nigiri am Tresen von SAN, Chūtoro im 893 Ryōtei, Tempura bei Sasaya, der Oyster-Spieß bei stoke, eine Schüssel Tonkotsu bei Cocolo: fünf japanische Restaurants in Berlin.

Japanische Küche in Berlin reicht vom Omakase für einen besonderen Abend bis zur Ramen-Schüssel, die du in zwanzig Minuten leer hast. Die fünf Adressen hier decken das ab: zwei Sushi-Tresen, ein Klassiker, ein Holzkohlegrill und eine Nudelbar.

SAN – Nigiri hinter zurückhaltender Fassade

Mitte · JapanischSANZur Map

An der Weydingerstraße, ein paar Schritte von der Volksbühne, haben Tomoya Sakashita und Takeshi Seto ihr eigenes Sushi-Restaurant eröffnet, nachdem sie jahrelang davon gesprochen hatten. Takeshi gilt als der Purist am Sushi-Tresen, Tomoya kümmert sich um die warmen Gerichte. Es gibt Sashimi, Maki, Nigiri und ein Omakase, der Raum ist klein, die Küche offen.

Zwischen die Nigiri passt ein Karaage, frittiertes Hähnchen als warmer Gegenpart zum rohen Fisch. Der Tisch ist für zwei Stunden reserviert, und wer mehr als 15 Minuten zu spät kommt, verliert ihn. Vegetarisches Sushi gibt es nicht.

893 Ryōtei – Thunfisch in drei Stufen

Charlottenburg · Japanisch893 RyoteiZur Map

Außen eine Fassade voller Graffiti, die wie ein aufgegebener Laden aussieht, innen Lounge und Sushi-Theke. Das 893 Ryōtei gehört The Duc Ngo, der in Berlins erster Sushi-Bar bei japanischen Köchen gelernt hat. Am Tresen gibt es Thunfisch in drei Stufen: Hon Maguro, Chūtoro und, wenn verfügbar, Ōtoro, dazu Uni und Saba. Daneben kocht die Küche Nikkei mit peruanischem Einschlag, etwa Tiradito von der Gelbschwanzmakrele oder Ceviche mit Ají Amarillo. Am Tresen lohnt es sich, die Nigiri vom Thunfisch nebeneinander zu essen, dann sieht man den Unterschied. Ab vier Personen gibt es ein Best-of-Menü für den ganzen Tisch.

Sasaya – der Klassiker in der Lychener Straße

Prenzlauer Berg · JapanischSasayaZur Map

Sasaya an der Lychener Straße ist seit Langem eine Institution für japanische Küche in Berlin. Ein Sushikoch bereitet Nigiri und Maki vor den Augen der Gäste zu, daneben gibt es Tempura, Udon, Reisschalen und kleine Vorspeisen. Gesessen wird zum Teil an niedrigen Tischen auf Tatami. Das Beste steht auf der Tageskarte. Das Telefon ist schwer zu erreichen, früh da sein lohnt sich, mittags am besten pünktlich um 12 Uhr. Dienstags und mittwochs ist zu.

stoke – Yakitori über Binchotan

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stoke ist die Idee von Jeffrey Claudio, Jessica Tan und Niklas Harmsen: Yakitori mit Fine-Dining-Anspruch. Vom freilaufenden Huhn kommt fast alles auf den Spieß, auch Hals, Herz und Haut. Gesessen wird am Tresen rund um den Grill, du siehst den Köchen über der Holzkohle zu. The Infatuation hat stoke im Juni 2026 unter die 25 besten Restaurants Berlins gewählt.

Der Oyster-Spieß vom Huhn ist der beste Einstieg, aber nicht nur die Spieße lohnen sich: auch die Gelbschwanzmakrele und die Gyoza-Pie. Der Eingang liegt an der Feilnerstraße, nicht an der Lindenstraße, und nach Hause geht es mit Rauch in der Jacke.

Cocolo Ramen – Nudeln aus dem eigenen Haus

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Cocolo an der Gipsstraße gehört ebenfalls zu The Duc Ngo. Die Nudeln sind hausgemacht, die Brühe ist vom Schwein. Es gibt Shoyu, Shio mit Huhn und Bonitoflocken, Niboshi mit Fischfond, Miso, auch vegan, Tantan mit scharfem Hack und Tonkotsu mit Schweinebauch, Ei und Mu-Err-Pilzen. Die Tonkotsu ist der Einstieg, vorweg passen Kakuni, süßer Schweinebauch, oder Gyoza. Wenn die Nudeln alle sind, die Brühe aber nicht: Kaedama heißt die zweite Portion Nudeln.