Hinter der Scheibe an der Simon-Dach-Straße zieht jemand Udon.
Mit Mehl aus Japan, von Hand, jeden Tag neu. Shōdo Udon Lab macht aus dem Vorgang die ganze Schau: man steht vor der Theke, sieht den Teig wachsen, hört das Klatschen aufs Brett und bekommt am Ende eine Schüssel, die genau diese Disziplin schmecken lässt. Sanuki-Stil heißt fest, glasig, mit dem Biss, der erst nach minutenlangem Schlürfen nachgibt. Die Karte hält sich kurz — warm in klarer Brühe, scharf-cremig im Curry, oder kalt mit Dip. Dashi und Tempura kommen aus derselben Küche, in derselben Sorgfalt. Reserviert wird nicht; dafür kostet das Zuschauen nichts.







